Monthly Archives

März 2019

Wir brauchen ein Team #Twankenhaus

3. März 2019

Kennt Ihr sie auch – die Ärzte der Marke Einzelkämpfer – in welcher Versorgungsform (Arztpraxis oder Krankenhaus) auch immer? Diejenigen, die sich gegenüber Kollegen durchsetzen mussten, ihre Versorgungsbereiche schützen und auf Kosten der Umliegenden ausbauen wollten? Ich kenne genügend von dieser Sorte. Das Wort Teamwork kam selten in ihrem Sprachgebrauch vor, hierarchische Machtstrukturen zeichneten sie aus. Dieses war in der Anfangszeit meiner ambulanten Versorgung immer noch ein vorherrschendes Thema. Das ist allerdings auch bereits mehr als zehn Jahre her. Weiterlesen…

#MeinEinsatzFürDich bei der Krankenkasse

29. März 2019

#MeinEinsatzFürDichIch bin seit 10 Jahren Kundenberaterin bei einer deutschlandweiten GKV. Zumindest ist das ist meine offizielle Berufsbezeichnung. Denn in den letzten Jahren bin ich eher Kundenbeschwerdeannehmerin.

Grundsätzlich sollte ich täglich Kunden zu allen Beitrags-, Leistungs- und Versicherungsrechtlichen Fragen beraten, Anträge annehmen und auch mal ausfüllen und dafür sorgen, dass der Kunde zufrieden ist und sich gut aufgehoben fühlt. Das war bis vor ein paar Jahren auch der Fall. Da war auch mal Zeit, sich einer netten alten Dame anzunehmen, mit ihr den Pflegeantrag auszufüllen und die Geschichte des inzwischen verstorbenen Mannes zu hören.

Heute führe ich nicht selten Gespräche, in denen ich wütende Kunden habe, die Angst haben, ihre Miete nicht zahlen zu können, weil das Krankengeld noch nicht da ist. Oder die nicht wissen, wie sie die Pflege der Angehörigen sicherstellen sollen, weil viele Pflegedienste mangels Personal keine neuen Patienten mehr aufnehmen können. Weiterlesen…

#MeinEinsatzFürDich

29. März 2019

#MeinEinsatzFürDich

Der heutige #MeinEinsatzFürDich auf Twitter soll Euch die Möglichkeit bieten, ein aktiver Teil des #Twankenhaus zu werden.

Viele Menschen im Gesundheitswesen arbeiten in Bereichen, die nicht öffentlich sichtbar sind. Erzählt uns, mit welchen Aufgaben Ihr im Alltag betraut seid.

Was liebt ihr an Eurer Arbeit? Welche Missverständnisse ergeben sich in Eurem Arbeitsumfeld? Welche Kompetenzen bringt Ihr mit ins #Twankenhaus?

Schickt uns eure Blogtexte auf unsere E-Mail-Adresse: kommunikation@twankenhaus.de, teilt Eure Erfahrungen und macht mit.

Wir freuen uns auf Unterstützung und Eure Ideen.

Euer Twankenhaus-Team

Vereinbarkeit als Oberärztin @saftmoppel

20. März 2019

Ich mach mitVereinbarkeit – Ein großes Wort, das oft reduziert wird auf Familienleben, Kinder und insbesondere Frauen. Ich habe das große Glück einen Chef zu haben, dem Fruchtbarkeit und Familienplanung bei der Wahl seiner Oberärztin egal waren. Ich arbeite gerne und ich brenne für meinen Beruf. Bei beiden Kindern war ich nur 8 Monate in Elternzeit und habe danach wieder 100% gearbeitet.

Nach K2 fragte ich mich jedoch, ob das alles so sein muss. Ich sah meine Kinder 2 Stunden vor dem Zubettgehen und war lange aus dem Haus bevor sie aufwachten. Mit 8-11 Diensten im Monat waren auch die Wochenenden oft genug dienstlich belegt.

Das alles ging nur wegen des Teilzeitgöttergatten, der Kinder und Lebenserhaltungssysteme versorgte. Weiterlesen…

Vereinbarkeit in der Weiterbildung @McThieler

20. März 2019

Ich mach mitIch bin Ärztin und habe während des Studiums ein Kind bekommen. Nach meinem Examen wollte ich meine Weiterbildung in der Inneren Medizin beginnen, doch es gab keine Teilzeitmodelle. Auch in Vollzeit habe ich nur Absagen erhalten und meine kinderlosen Kommiliton*innen haben diese Stellen bekommen. Jetzt habe ich eine 75 % Stelle und einen angepassten 2-Jahresvertrag für die Basisweiterbildung in einer rehabilitativen Klinik mit geplanten Zugängen und nur 2 Nachtdienstblöcken pro Jahr. Weiterlesen…

Themenwoche Vereinbarkeit

8. März 2019
Themenwoche Vereinbarkeit

Wir sind eine Initiative von Menschen, die in der unmittelbaren Patientenversorgung zuständig sind und sich für eine bessere Medizin einsetzen. Wir arbeiten interdisziplinär, demokratisch, ehrenamtlich unentgeltlich, organisieren uns digital und mit flachen Hierarchien. Wir hören einander zu, respektieren uns, schätzen unseren gegenseitigen Wert und arbeiten produktiv in unserer Ideenschmiede für das #twankenhaus.

Wir stehen für ein patientenorientiertes Gesundheitswesen, faire Arbeits- und Weiterbildungsbedingungen, Gleichstellung und Zusammenarbeit.

Wir erleben in unserem täglichen Arbeitsalltag, dass in unserem aktuellen Gesundheitssystem keine Vereinbarkeit zwischen Patientenversorgung und Wirtschaftlichkeit besteht. Die Leidtragenden in diesem System sind die Patienten und wir Leistungserbringer.

In unseren Erfahrungen der vergangenen Arbeitsjahre erlebten wir deshalb viele berufliche, gesundheitliche und persönliche Schicksale.

Schwesterfraudoktor erzählt in ihrem bewegenden, persönlichen Beitrag, wie ihre Karriere in diesem System stagnierte und zu ihrem Ehe-Aus führte.

 Janine berichtet von ihren Ängsten als arbeitende Mutter in der Weiterbildung und Katharina Thiede musste ihren Berufswunsch der Viszeralchirurgie an den Nagel hängen.

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Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Profession

14. März 2019

Ich bin Ärztin in der Inneren Medizin und alleinerziehende Mutter von drei Kindern. 

Ich arbeite in Teilzeit, das bedeutet aber trotzdem Arbeitszeiten mit teilweise 48-56h/Wo. 

Ich wünsche mir ein System, in dem es flexiblere Teilzeitmodelle gibt, in dem ich nicht als minderwertigere Mitarbeiterin angesehen werde, weil ich eben nicht immer einspringen kann. 

Ein System, in dem ich meiner Leidenschaft und Profession voll und ganz nachgehen kann, weil ich weiß, dass mein Arbeitgeber mich unterstützt.

Außerdem bin ich pflegende Angehörige.  Weiterlesen…

Vereinbarkeit aus Sicht einer Studentin @doctor_katze

11. März 2019

Ich bin Medizinstudentin. Ich bin bald Ärztin. Ich bin Ehefrau. Was ich nicht bin: Mutter.

Ich bin eigentlich im besten Alter, um Kinder zu bekommen. Und ich will Kinder haben, keine Frage. Wieso ich noch keine habe, liegt auch an der fehlenden Vereinbarkeit.

„Die beste Zeit, um Kinder zu bekommen, ist im Studium.“, hört man oft. Dafür haben  wir „familienfreundliche Hochschulen“. So die Theorie. Weiterlesen…

Meine Vereinbarkeitsgeschichte

9. März 2019

Ich bin früh Mutter geworden. Mit 21,während meiner Krankenpflege-Ausbildung. Das Medizinstudium habe ich erst nach einigen Jahren als Krankenschwester begonnen. Da war ich bereits schwanger mit Kind 2,habe das Studium aber trotzdem fast in Regelstudienzeit durchgezogen. Schon damals mussten meine Eltern mich bei der Kinderbetreuung unterstützen, die Kita deckte die Unizeiten oft nicht ab, denn das Medizinstudium ist sehr verschult mit festen Stundenplänen und vielen Pflichtveranstaltungen.

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Vereinbarkeit war mir suspekt @NiniBela

8. März 2019

Als kinderlose Jungassistentin waren mir diese Kollegen-Eltern immer suspekt. Die hatten nie Zeit, mussten immer nach Hause, wenn ich noch an meinem 27. Arztbrief geschraubt habe, waren mit ihren Sachen immer schon fertig, hatten blitzschnell Konzepte und sind nie mit in die Kneipe gekommen. Ich hatte kein Verständnis für Kinder und noch weniger für Eltern.

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